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Naturheilkunde

Der Begriff Naturheilkunde bezeichnet ein Spektrum verschiedener Methoden, die die körpereigenen Fähigkeiten zur Selbstheilung aktivieren sollen und die sich bevorzugt in der Natur vorkommender Mittel oder Reize bedienen. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit seinem individuellen Streben nach Gesundheit und Wohlbefinden.

Ein Ordnungsprinzip erhält den Menschen gesund und vital. Erst wenn diese Ordnung durch Einflüsse gestört ist, die der Organismus nicht mehr kompensieren kann, entsteht Krankheit.

Eine naturheilkundliche Therapie verfolgt immer das Ziel, den Organismus bei der Wiederherstellung seiner biologischen Ordnung zu unterstützen. Die Wirkwiese ist das Anregen und Mobilisieren von Stoffwechsel – und Regenerationsvorgängen. Hierzu werden Maßnahmen ergriffen, die den Körper schließlich befähigen, die erforderlichen Heilungsprozesse einzuleiten.

Diese können sein:

  • Phytotherapie – Einsatz von Pflanzenwirkstoffen
  • Hydrotherapie und Balneotherapie – Wasseranwendungen
  • Bewegungstherapie
  • Ernährungstherapie – Unterstützung der Behandlungen durch eine gesunde Kost bzw. dem Krankheitsbild angepasste Diät
  • Ordnungstherapie - Strukturierung der äußeren und inneren Lebensordnung
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Orthemolekulare Medizin

Das Konzept der Orthomolekular Medizin beruht auf der Gabe von Mikrovitalstoffen sowohl zur Vorbeugung von Krankheiten als auch therapiebegleitend im Krankheitsfall.

Der zweifache Nobelpreisträger Prof. Linus Pauling formulierte bereits 1968 das grundsätzliche Prinzip: "Orthomolekulare Medizin dient der Erhaltung guter Gesundheit und der Behandlung von Krankheiten durch die Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden sein sollten und für die Gesundheit erforderlich sind. Zu diesen Substanzen gehören Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und Fettsäuren, die dem menschlichen Organismus regelmäßig in ausreichenden Mengen mit der Nahrung zugeführt werden, da er sie nicht selber produziert.

Jeder Mensch ist also auf die regelmäßige und ausgewogene Zufuhr der Mikrovitalstoffe in den jeweiligen Mengen angewiesen, die sich üblicherweise in den Zellen seines Körpers befinden sollten. Nur so ist die Voraussetzung für einen störungsfreien Stoffwechselablauf und eine optimale Leistungsfähigkeit des menschlichen Organismus sichergestellt.

Die Kosten der Diagnostik und der Therapie werden nur unter bestimmten Vorrausetzungen von den Krankenkassen übernommen.

Pflanzentherapie = Phytotherapie

In der Pflanzentherapie einem der ältesten Therapieverfahren überhaupt, werden Beschwerden mit Hilfe von Pflanzenwirkstoffen behandelt.

Hier eine Auswahl der Indikationen für die Phytotherapie:

  • Wechseljahrbeschwerden
  • Praemenstruelle Beschwerden
  • Schlafstörungen
  • Dysmenorrhoe
  • Zyklusstörungen

Die Pflanzen werden eingesetzt als Frischpflanzen, als Drogen oder als Extrakte, die auch zu Tees, Kapseln, Tropfen oder Salben weiterverarbeitet werden können. Hinsichtlich der Wirksamkeit gibt es sowohl bei den einzelnen Pflanzen als auch bei den daraus gemachten Präparaten große Unterschiede. Pflanzliche Präparate haben generell ein breites Wirkungsspektrum und weniger Nebenwirkungen als synthetische Medikamente.

Die Phytotherapie ist wie die Homöopathie eine spezielle Therapierichtung, die neben naturwissenschaftlichen Bewertungsmaßstäben auch vorhandenes Erfahrungsmaterial heranzieht. Man unterscheidet die rationale oder allopathische Phytotherapie, die auf der naturwissenschaftlich begründeten Medizin basiert, und die traditionelle Phytotherapie, die sich aus der Volksheilkunde entwickelt hat. Die allopathische Pflanzentherapie erhebt den Anspruch, kausal und symptomatisch der Krankheit entgegenzuwirken, während die traditionelle Pflanzentherapie sich auf überlieferte Erfahrungen stützt.

Anders als in der Homöopathie lässt sich die Wirkungsweise der pflanzlichen Medikamente (Phytopharmaka) innerhalb des naturwissenschaftlichen Weltbildes erklären. Ein wichtiger Unterschied diesbezüglich ist die Dosis-Wirkungsbeziehung: je höher in der Phytotherapie die Dosis ist, desto stärker ist auch die Wirkung, während es sich in der Homöopathie genau umgekehrt verhält.

Ordnungstherapie

Der maßvolle Genuss von Speisen und Trank, die Lunge mit frischer Luft gefüllt, die Haut von Sonne, Wind und wechselnden Temperaturen umfächelt, jede Menge Bewegung und ausreichender Schlaf: Für ein gesundes Leben muss der Mensch seine Lebensführung quasi in „Ordnung” halten.

Dieser Begriff wurde etwa Mitte dieses Jahrhunderts von dem Schweizer Arzt Maximilian Birchler-Benner, der auch das Bircher-Müsli erfand, geprägt.

Der Mensch muss auf seine eigene innere Uhr Rücksicht nehmen und die Phasen von Arbeit und Freizeit, Schlafen und Wachen in einem naturgemäßen Rhythmus halten. Der Arzt Birchler-Benner war davon überzeugt, wer die Ordnungsgesetze befolgt, wird auch eine gesunde Seele haben und seine Gemütszustände beherrschen.